Blog der Krostitzer Akrobaten

Tag 4 – Busabenteuer

Erschöpft und zufrieden fielen alle am Abend des dritten Tages in ihre Betten. Der Wecker klingelte am nächsten Morgen schon  gegen 7 Uhr, denn der Plan für Tag 4  versprach diesmal für die größeren Reisebegleiter ein interessantes Ausflugsziel.  Die Bacardi-Fabrik. Trotz vieler kleiner morgendlicher Regenschauer starteten wir nach einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück im Bus mit guter Laune. Wir saßen im Bus doch kein Motorgeräusch war zu hören. Ohne Schlüssel kein losfahren. Die Sucherei ging los. Nach 10 min und etwas Zufall tauchte dieser an der Rezeption auf und es konnte endlich losgehen.

Auf der Schnellstraße zogen links und rechts die Berge, Wohnsiedlungen und die vielen grünen Palmen, riesige Bananenbäume und Mangobäume vorbei. Die Puerto Ricanischen Sportler animierten alle nach den karibischen Musikklängen mitzusingen und sorgten so für eine ausgelassene Stimmung im Bus.  Plötzlich wurden wir langsamer und hielten an. David, Peter und Benno stürmten zusammen aus dem Bus. Was war geschehen? Die Motorhaube wurde aufgeklappt und das Problem gesucht. Die Motorleuchte blinkte. Das Kühlwasser war zu wenig. In Deutschland hätte man den ADAC angerufen. Das tat David auch- nur er rief seinen Mechaniker an und bestellte ihn ans Hotel. Wasser wurde wieder aufgefüllt, eine provisorische Lösung gefunden, so dass alle zurück nach Manati ins Hotel kamen.

Statt mit Westen an der Seite auf der Autobahn zu warten, wurde die Musik einfach aufgedreht, gesungen und die Wartezeit während der Schnellreparatur mitten auf der stark befahrenen Straße so überbrückt. Ein Stück Lebensart – alles entspannt und nur nicht immer gleich in Panik verfallen – konnten wir so miterleben und haben uns einfach alle – Kinder wie Erwachsene – mit-treiben lassen.

Wer braucht schon eine Werkstatt? Selbst ist der Mann. Der Mechaniker kam mit seinem Auto zum Hotel und behob das Kühlwasser-Problem mit Werkzeug aus seinem Kofferraum. Sie schraubten und bastelten eine Weile herum. Wir nutzten die Zeit für ein ausgiebiges Lunch in der Lobby. Dann wurde ein neuer Plan geschmiedet, so dass wir schließlich gegen 15 Uhr wieder startklar waren. Die Nordküste von Puerto Rico sollte das neue Ausflugsziel werden mit anschließendem Dinner bei Davids (unser Busfahrer) Eltern, etwas abseits im Grünen.

Wir fuhren los, die Musik sorgte wieder für gute Stimmung, die erste Bodenwelle kam und wir fuhren mit einem klingelnden Geräusch weiter. David war unbeeindruckt davon. Hielt aber dennoch kurz an, um nachzuschauen. Unsere Mechaniker-Männer gingen wieder mit an die Arbeit und schauten woher das Geräusch kam. Nichts zu sehen. Motorhaube wieder zu und weiter ging es zum ersten Stopp, einem größeren Souvenirladen. Mit kleinen Andenken im Gepäck ging es weiter entlang der Küste.

Das Meer rauschte, der dunkle Sand zog an uns vorbei und man konnte genau sehen, wo damals der Hurrikan den Küstenstreifen traf. Abgeknickte Bäume, zerstörte Häuser und  verlassene Grundstücke stehen neben mittlerweile neu gemachten und renovierten Villen. Die Vegetation hat sich etwas erholt, so dass wir schöne Bilder an der Columbus-Statue und dem Strand knipsen konnten. Jeder nutzte den kurzen Aufenthalt für sich, um die Schönheit und den Eindruck des karibischen Flairs in Bildern festzuhalten, natürlich in sportlichen akrobatischen Motiven oder für Familien-Kaminbilder.

Mit sinkender Sonne fuhren wir zu unserem letzten Tagesziel für heute, das Dinner. Davids Eltern kochen täglich für uns alle. Diesmal luden sie uns alle zu sich nach Hause ein. Etwas abseits, inmitten von Palmen, riesigen Regenwaldbäumen und grüner weicher Wiese warteten sie bereits mit drei großen Töpfen auf uns. Die hiesige Gastfreundlichkeit ist einfach überwältigend. Gestärkt fuhren wir schließlich in karibischer Dunkelheit zurück zum Hotel. Zwischenstopp Walmart zum Versorgen mit den wichtigsten Dingen für die Abende. Süßigkeiten, typische Naschereien sowie das ersehnte Nutella für das nächste Frühstück wurden von den Kindern geshoppt.

Die Rückreise war trotz großer Müdigkeit bei allen einfach wieder nur relaxed. Abwechselnd dröhnten spanische Songs und deutsche Lieder durch die Buslautsprecher. Wir zeigten unseren Gastgebern, dass auch wir Rhythmus im Blut haben und sangen und feierten zu aktueller deutscher Musik. Passend zur Bus-Party flackerte das Buslicht auf und die Puerto Ricaner konnten es kaum glauben, dass wir Deutschen feiern und doch so ausgelassen sein können. Gemeinsam sangen wir dann die letzten Meter zum Ho­tel zu­ Despacito, ließen den Tag ausklingen und freuen uns morgen auf Tag 5 mit Training und einem Ausflug zum Strand, wo wir Schildkröten sehen sollen werden.

Die Akrobaten. 

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